Selbstverständlich benötigst du für deinen Start in die Selbstständigkeit auch eine professionelle Homepage, um dich, dein Label oder dein Geschäft zu vermarkten. Am günstigsten und am flexibelsten ist die Erstellung einer Homepage mit einem Redaktionssystem wie WordPress. Mit dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung zeige ich dir, wie du ohne Programmierkenntnisse eine eigene Website mit WordPress erstellst.

Homepage mit WordPress erstellen

Mit der Software WordPress bist Du sehr flexibel, da dort eine riesige Auswahl an verschiedenen Layoutvorlagen geboten wird und du später sogar deine Homepage zu einem Onlineshop erweitern kannst. Um eine Homepage zu erstellen, benötigst du einen Webhosting-Anbieter, bei dem die Website dann in deinem persönlichen Webspace gespeichert wird.

Ich selbst betreibe alle meine Websites bei dem Anbieter One.com*, da dieser sehr günstig und gut ist und ein einfach zu bedienendes Benutzer-Interface bietet. Über den nachfolgenden Link gelangst du zu diesem Hosting-Anbieter und du kannst dir einen zusätzlichen Neukundenbonus in Höhe von 6 Euro sichern.

Zum Angebot von One.com*

Ich erläutere die Homepage-Erstellung am Beispiel des Webhostings bei One.com, bei anderen guten Webhosting-Anbietern ist das Vorgehen ähnlich.

 

Inhaltsverzeichnis

1. Webspace mieten

2. WordPress installieren

3. Layoutvorlage wechseln

4. Seiten erstellen

5. WordPress-Konfiguration ändern

6. Menü erstellen

7. Layout (Theme) konfigurieren

8. Plugins installieren

9. Fertig!

10. Homepage auf https umstellen (optional)
 

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1. Webspace mieten

Bei One.com* empfehle ich das günstige Hosting-Angebot Starter*. Dies ist für die meisten Website-Betreiber völlig ausreichend. Mit dem zusätzlichen Neukundenbonus zahlst du nur 7,14 Euro für das gesamte erste Jahr und ab dem zweiten Jahr dann 2,97 Euro pro Monat. Endet deine Internetadresse (Webdomain) nicht mit “.de”, so können die laufenden Kosten etwas höher ausfallen.

 

Webhosting bestellen

 

Zunächst müssen die wesentlichen Personenangaben erfasst werden. Anschließend bietet dir One.com noch eine kostenpflichtige Zusatzoption “Backup & Wiederherstellen” an, die man beruhigt deaktivieren kann, da du die Datensicherung auch ohne Zusatzkosten selbst durchführen kannst.

 

Webhosting bei one.com

 

Nachdem alle persönlichen Angaben wie auch die Zahlungsart festgelegt sind, kann der Webspace bestellt werden. Die Aktivierung des Webspaces geht sehr schnell, alle notwendigen Informationen erhält man per E-Mail.

 

2. WordPress installieren

Um WordPress zu installieren, meldest du dich zunächst unter www.one.com mit der E-Mail-Adresse und dem Passwort am Kontrollpanel an. Den Link zum Kontrollpanel findest du auf der One.com-Startseite. Mit der angebotenen 1-click WordPress-Installation ist die Installation von WordPress kinderleicht.

 

1-click WordPress Installation

 

Anschließend dann “Neue Installation” auswählen und auf die angebotenen kostenpflichtigen Upgrades verzichten.

 

WordPress-Installation bei one.com

 

Nun mit den Standard-Einstellungen die Installation starten, indem du auf die Schaltfläche “Installieren” klickst.

 

WordPress Installation starten

 

Nun startet die Installation und es beginnt die Konfiguration von WordPress.

 

WordPress Installation Konfiguration

 

Es werden Benutzername, Passwort und die E-Mail-Adresse erfragt.

 

WordPress Installation Kontaktdaten

 

Jetzt werden ein Titel und eine Kurzbeschreibung festgelegt. Kein Angst, dies kannst du später jederzeit wieder ändern.

 

WordPress Installation Einstellungen

 

Nun wird man aufgefordert, eine der Layoutvorlage von One.com auszuwählen. Diese Layoutvorlagen heißen bei WordPress “Thema” oder “Theme”. Ich wähle hier das Thema “Handmade”. Ich werde später zeigen, wie man die Layoutvorlage wieder ändert.

 

WordPress one.com Theme auswählen

 

Ich betätige nun noch den Button “Änderungen speichern” und damit ist die WordPress-Installation nun abgeschlossen.

 

WordPress Benutzer-Interface

 

Ab jetzt kannst du das Backend von WordPress, also die Pflegeoberfläche deiner Website, stets unter der Webadresse http://www.deine-webdomain.de/wp-admin/ erreichen, wobei “www.deine-webdomain.de” durch die von dir gewählte Internetadresse zu ersetzen ist. Den aktuellen Stand der Homepage kannst du dir nun unter http://www.deine-webdomain.de ansehen.

 

3. Layoutvorlage wechseln

Bei der Installation von WordPress hatten wir die von One.com angebotene Layoutvorlage “Handmade” ausgewählt. Zur Erinnerung, die Layoutvorlagen heißen bei WordPress “Themes”. Wir werden uns nun aus der Vielzahl der WordPress-Themes eine andere Layoutvorlage auswählen und diese aktivieren.

Im WordPress-Backend wählen wir in der linken Menüleiste den Menüpunkt “Design >> Themes” aus. Über den Button “Hinzufügen” starten wir die Suche nach einer anderen Layoutvorlage.

 

WordPress Theme wechseln

 

Mit dem Auswählen und Ausprobieren verschiedener Themes kann man Stunden verbringen. Die Vorschaufunktion ist dazu sehr hilfreich. Wir werden hier jetzt gezielt das Theme “Confit” auswählen und aktivieren.

 

WordPress Theme Confit

 

Wenn wir den Mauszeiger über das Confit-Theme bewegen, wird uns der Button “Installieren” angeboten. Diesen Button werden wir nun anklicken. Nach der Theme-Installation bewegen wir den Mauszeiger noch einmal über das Confit-Theme. Dieses Mal betätigen wir die Schaltfläche “Aktivieren”. Nun ist die neue Layoutvorlage Confit aktiviert.

Unter http://www.deine-webdomain.de kannst du nun sehen, dass deine Homepage jetzt ein völlig anderes Layout hat.

 

4. Seiten erstellen

Mit WordPress kann man sowohl klassische Websites erstellen als auch Blogs. Blogs sind Internet-Tagebücher, mit denen man über Neuigkeiten berichtet. Wir werden im Folgenden eine klassische Website erstellen und dazu einige Seiten anlegen. Nicht benötigte Inhalte, wie (Blog-)Beiträge werden wir löschen.

Wir wählen zunächst auf der linken Seitennavigation den Menüpunkt “Beiträge” aus. Dort wählen wir anschließend alle (Blog-)Beiträge aus, markieren diese und wählen die Aktion “In Papierkorb legen” aus.

 

WordPress Beiträge löschen

 

Dann klicken wir auf die Schaltfläche “Übernehmen” und löschen damit alle Beiträge. Da wir gleich neue Seiten erstellen werden, löschen wir zunächst auch alle vorhandenen Seiten nach dem gleichen Prinzip.

Es wird auf der linken Seitennavigation der Menüpunkt “Seiten” ausgewählt. Dort wählen wir alle (Web-)Seiten aus, markieren diese und wählen die Aktion “In Papierkorb legen” aus.

 

WordPress Löschen von Beiträgen

 

Dann klicken wir auf die Schaltfläche “Übernehmen” und löschen damit alle Seiten. Nun werden wir neue Seiten erstellen. Dazu wählen wir in der linken Seitenleiste den Menüpunkt “Seiten >> Erstellen” aus. Wir vergeben den Seitentitel “Home” und fügen etwas Text in den Editor (das große Eingabefeld) der Seite ein.

 

WordPress Seite erstellen

 

Durch klicken der Schaltfläche “Veröffentlichen” wird die Seite gespeichert und veröffentlicht. Auf die gleiche Art und Weise erstellen wir nun noch eine Seite “Produkte”, “Über mich” und “Impressum”. Das Ergebnis sollte dann folgendermaßen aussehen.

 

WordPress Seitenübersicht

 

Die Erstellung und Pflege von Seiten werde ich hier nicht weiter vertiefen. Ich möchte jedoch darauf hinweisen, dass sich in der linken Seitenleiste der Menüpunkt “Medien” befindet. Dort speichert man alle Bilddateien und andere Mediendateien, die man in den Seiten benötigt.

 

5. WordPress-Konfiguration ändern

Wir erstellen hier eine klassische Website. Dazu werden wir nun die notwendigen Einstellungen in der WordPress-Konfiguration vornehmen. Zunächst wählen wir in der linken Seitennavigation den Menüpunkt “Einstellungen >> Lesen” aus. Dort legen wir fest, dass unsere “Home”-Seite die Startseite der Homepage ist.

 

 

Durch Betätigen der Schaltfläche “Änderungen übernehmen” werden diese Einstellungen gespeichert. Unter “Einstellungen >> Diskussion” werden die Einstellungen im Anschluss wie folgt geändert.

 

WordPress Einstellungen Diskussion

 

Durch Betätigen der Schaltfläche “Änderungen übernehmen” werden auch diese Einstellungen gespeichert. Unter “Einstellungen >> Permalinks” werden nun die Einstellungen folgendermaßen geändert.

 

WordPress Einstellungen Permalinks

 

Auch hier werden die Einstellungen durch Anklicken der Schaltfläche “Änderungen übernehmen” gespeichert. Nun wechseln wir über die linke Menüleiste zu “Design >> Widgets”. Dort löschen wir in der Box “Seitenleiste” auf der rechten Seite die Elemente “Suche”, “Neueste Beiträge”, “Kategorien” und “Archive”, da wir diese nicht auf der Seitenleiste unserer Homepage benötigen.

 

WordPress Widgets

 

6. Menü erstellen

Nun werden wir das Menü für die Navigation auf unserer Homepage erstellen. Dazu klicken wir auf der linken Seitenleiste auf den Menüpunkt “Design >> Menüs”. Dort werden zunächst alle ungültigen Menüeinträge im “Menü 1” gelöscht. Die ungültigen Menüeinträge stammen von den Seiten, die wir zuvor gelöscht hatten.

 

WordPress Menüeinträge löschen

 

Anschließend werden alle Seiten zum “Menü 1” hinzugefügt und in die richtige Reihenfolge gebracht. Das Ergebnis sollte dann wie folgt aussehen.

 

WordPress Menü erstellen

 

Wir setzen noch die Einstellung “Position im Theme” auf “Primäres Menü” und Speichern dann die Menüeinstellungen über die Schaltfläche “Menü speichern”.

 

7. Layout (Theme) konfigurieren

Unsere Homepage basiert auf dem Theme “Confit”. Dieses werden wir nun an unsere Wünsche und Vorstellungen anpassen. Dazu wählen wir in der linken Seitenleiste den Menüpunkt “Design >> Customizer” aus. Wir erhalten folgende Ansicht.

 

WordPress Theme Confit konfigurieren

 

Über den Customizer kann man das Layout an die eigenen Wünsche anpassen, also z.B. Farben verändern, ein Header-Bild hochladen, das Hintergrundbild ändern und weitere Layout-Einstellungen vornehmen. Die angebotenen Einstellungsmöglichkeiten sind abhängig vom gewählten Theme. Wir werden nun das Hintergrundbild ändern. Dazu klicken wir auf den Menüpunkt “Hintergrundbild” und laden dort über die Schaltfläche “Bild wechseln” ein neues Hintergrundbild hoch.

 

WordPress Theme Hintergrundbild ändern

 

Über die Schaltfläche “Veröffentlichen” werden die Änderungen gespeichert. Weitere Änderungen am Layout werden wir nicht vornehmen.

 

8. Plugins installieren

Mit Hilfe von Plugins kann man den Funktionsumfang von WordPress erweitern. Wir werden hier exemplarisch das Plugin “WP Statistics” installieren, das uns detaillierte Auswertungen über die Zugriffe auf unsere Website ermöglicht. Zur Installation wählst du in der linken Seitenleiste den Menüpunkt “Plugins >> Installieren” aus.

 

WordPress Plugin installieren

 

Über die Suche wird das Plugin “WP Statistics” herausgesucht, anschließend installiert und aktiviert. Das Ergebnis sollte folgendermaßen aussehen.

 

WordPress Plugin Übersicht

 

In der linken Menüleiste findet man nun einen Eintrag “Statistik”, über den man die Zugriffsstatistiken aufrufen kann.

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9. Fertig!

Unsere Website ist nun fertig. Unter http://www.deine-webdomain.de kann diese im Internet aufgerufen werden. Sie sieht in unserem Beispiel folgendermaßen aus.

 

Fertige WordPress Homepage

 

Die Seiten können nun mit Inhalten und Bildern gefüllt werden. Über den Menüpunkt “Design >> Themes” kannst du andere Themes (Layoutvorlagen) ausprobieren und dir das geänderte Layout über die Vorschaufunktion ansehen bevor du dieses installierst und aktivierst.

 

10. Homepage auf https umstellen (optional)

Wir haben bereits eine vollständig funktionierende Website. Wir beschäftigen uns nun mit dem letzten i-Tüpfelchen, der Umstellung der Homepage von http auf https. Damit möchten wir erreichen, dass die Daten, wie z.B. dein Passwort für das WordPress-Backend, abhörsicher übertragen werden. Zusätzlich honoriert Google die Datenübertragung per https mit einer besseren Platzierung deiner Homepage bei den Suchergebnissen.

Wir wechseln nun in das Kontrollpanel von One.com, das wir über die One.com-Homepage erreichen. Dort melden wir uns mit der E-Mail-Adresse und dem Passwort an. Im ersten Schritt müssen wir das Verschlüsselungsprotokoll SSL für unsere Homepage aktivieren. Dazu klicken wir auf die Box für die SSL-Verwaltung.

 

SSL aktivieren

 

Nun aktivieren wir SSL, indem wir das “Aktiviert”-Feld auswählen und den Comodo-Geschäftsbedingen zustimmen.

 

SSL-Einstellungen speichern

 

Mit dem Betätigen der Schaltfläche “Speichern” werden diese Änderungen gespeichert. Ab jetzt warten wir 90 Minuten, bevor wir mit den nächsten Schritten fortfahren, da die Aktivierung von SSL bis zu 90 Minuten dauern kann. Ansonsten kann es bei den nachfolgenden Schritten passieren, das unsere Website und das WordPress-Backend temporär nicht aufrufbar sind.

90 Minuten später wechseln wir nun in das WordPress-Backend. In der linken Seitenleiste wählen wir den Menüpunkt “Einstellungen >> Allgemein”. Wir ändern sowohl die WordPress-Adresse als auch die Website-Adresse auf https, indem wir hinter dem http den Buchstaben “s” einfügen.

 

Allgemeine WordPress Einstellungen ändern für https

 

Durch Betätigen der Schaltfläche “Änderungen übernehmen” werden diese Änderungen gespeichert. Wir werden daraufhin zur Anmeldeseite des WordPress-Backends weitergeleitet und müssen uns neu anmelden. Solltest du eine Webseite mit einer Fehlermeldung angezeigt bekommen, so warte einige Minute und versuche dich dann erneut am WordPress-Backend anzumelden.

Unsere Website ist nun für die Besucher sowohl über http als auch https aufrufbar. Wir installieren nun ein zusätzliches Plugin, mit dem wir sicherstellen, dass unsere Homepage grundsätzlich nur per https aufgerufen wird. Dafür wählst du in der linken Menüleiste den Menüeintrag “Plugins >> Installieren” aus. Über das Suchfeld suchen wir nach dem Plugin “WP Force SSL”.

 

WordPress Plugin WP Force SSL installieren

 

In der angezeigten Box für das Plugin “WP Force SSL” wählen wir die Schaltfläche “Jetzt installieren” aus. Das Plugin wird nun installiert. Anschließend aktivieren wir dieses Plugin, in dem wir die nun angebotene Schaltfläche “Aktivieren” betätigen.

 

Plugin WP Force SSL wurde aktiviert

 

Die Homepage ist nun nur noch per https aufrufbar. Wird im Webbrowser eine http-Internetadresse unserer Website eingegeben, so wird automatisch auf die entsprechende https-Internetadresse umgeleitet.

 

Selbst erstellte WordPress Website mit https

 

Fazit

Mit WordPress kannst Du eine eigene Homepage ohne Programmierkennntnisse erstellen. Zur weiteren Vertiefung deiner WordPress-Kenntnisse empfehle ich Anfängern das Buch “WordPress: Digitale Welt für Einsteiger” von Marius von der Forst und‎ Markus Fasse.

Dem einen oder anderen von euch erscheint WordPress vielleicht noch zu kompliziert. In diesem Fall empfehle ich euch den Homepage-Baukasten von Jimdo* als Alternative.

 

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